Onboarding – von der Anmeldung bis zur ersten Route
Der Ablauf ist Standard und in sechs Schritten erledigt. Drei davon liegen bei Ihnen, drei bei uns. Diese Seite sagt, was wann von wem kommt – damit Sie wissen, worauf gerade gewartet wird.
| Schritt | Was passiert | Wer |
|---|---|---|
| 1 | Anmeldung, Zuteilung von IP-Adressen und Portal-Zugang | Sie → wir |
| 2 | Meldung Ihrer Router-MAC-Adresse(n) für die Port Security | Sie |
| 3 | Ausstellung der LOA fürs Rechenzentrum | wir |
| 4 | Anschaltung auf Ihrer Seite | Sie |
| 5 | Anschaltung auf unserer Seite | wir |
| 6 | Freigabe des Peering-LAN – happy peering! | wir |
1 · Anmeldung und Zuteilung
Was Sie mitbringen müssen (siehe Nutzungsbedingungen §4):
- eine gültige Autonome Systemnummer (ASN)
- eine funktionsfähige BGP-Konfiguration
- gültige Einträge in der RIPE-Datenbank oder einer äquivalenten RIR-Datenbank
- einen technischen Ansprechpartner, der innerhalb von 24 Stunden erreichbar ist
- Ihren gewünschten Standort und die Portgeschwindigkeit
Was Sie von uns bekommen:
- Ihre IPv4- und IPv6-Adresse im Peering-LAN – diese werden ausschließlich von uns zugeteilt
- Zugang zum IXP Manager, über den Sie ab dann alles weitere melden und einsehen
- die Angabe, an welchem Standort und auf welchem Patchfeld Ihr Port liegt
2 · Router-MAC-Adresse melden
Wir betreiben Port Security. Frames mit nicht registrierten MAC-Adressen werden ohne Vorankündigung verworfen – deshalb ist dieser Schritt keine Formalie, sondern die Voraussetzung dafür, dass der Port später überhaupt Verkehr durchlässt.
Wie viele Adressen Sie melden, hängt davon ab, was Sie über den Port führen:
| Eigenes Peering |
Genau eine MAC-Adresse je physischem Port, bei einer
LAG-Gruppe eine je Gruppe.
AUP §3 Absatz 1 und 2 |
|---|---|
| Als Wiederverkäufer oder Marketplace-Teilnehmer |
Mehrere MAC-Adressen je Port sind hier ausdrücklich
vorgesehen – anders ließen sich mehrere Endkunden über
einen Port gar nicht führen. Es gilt: genau eine
Router-MAC je zugeteiltem VLAN, also je Endkunde
beziehungsweise je erbrachtem Dienst.
AUP §3 Absatz 5 – dort ist die Abweichung von Absatz 1 ausdrücklich als vereinbart geregelt |
- Melden Sie die Adressen über den IXP Manager
- Als Wiederverkäufer melden Sie jede Router-MAC vor Inbetriebnahme des jeweiligen Dienstes
- Ändert sich eine Adresse später, melden Sie das vorab – sonst steht der betroffene Port beziehungsweise das betroffene VLAN
Grundlage: AUP §3. Zur VLAN-Zuteilung je Dienst siehe AUP §1 Absatz 4 und die Reseller and Marketplace ToS.
3 · LOA fürs Rechenzentrum
Wir stellen Ihnen die Letter of Authorization (LOA) aus. Damit ist das Rechenzentrum berechtigt, den Cross-Connect zu unserem Port zu bauen. Die LOA nennt unseren Standort, das Patchfeld und die Portbezeichnung.
Den Cross-Connect beauftragen Sie anschließend beim Rechenzentrum. Die Kosten dafür rechnet das Rechenzentrum direkt mit Ihnen ab.
4 · Anschaltung auf Ihrer Seite
Sie bestücken ausschließlich Ihre eigene Seite der Verbindung. Die Optik auf unserem Switch stellen wir.
| Transceiver | typgleich zur Vereinbarung, ausschließlich Singlemode – unterstützte Typen |
|---|---|
| Autonegotiation | aus, Geschwindigkeit und Duplex fest einstellen |
| Übergabe | ungetaggt |
| MTU | 1500 |
| Auf dem Port | nur IPv4, ARP und IPv6. Kein Spanning Tree, keine Discovery-Protokolle, kein DHCP-Server, keine Router Advertisements |
5 · Anschaltung auf unserer Seite
Wir bestücken unseren Switchport, nehmen Ihre MAC-Adresse in die Port Security auf und prüfen, ob der Link sauber hochkommt.
Kommt der Link nicht hoch, ist die Ursache erfahrungsgemäß entweder ein nicht typgleicher Transceiver auf Ihrer Seite oder eine noch nicht fertiggestellte Faser im Rechenzentrum. Beides klären wir gemeinsam.
6 · Freigabe des Peering-LAN
Wir schalten Ihren Port ins Peering-LAN frei. Ab diesem Moment können Sie Ihre BGP-Sessions aufbauen.
Bitte peeren Sie mit allen drei Routeservern – drei Sessions je Adressfamilie sind der Normalzustand. Nur so bleibt Ihre Anbindung während unserer Wartungsarbeiten durchgehend verfügbar.
- Adressen, Filterregeln und Communities: Routeserver & RPKI
- Fertige Konfigurationsbausteine für Junos, Arista, Cisco, BIRD, FRR, VyOS und OpenBGPD: Konfigurationsbeispiele
214591:1101:*-Community dran.
Checkliste
| Vor der Anschaltung erledigt? | Schritt |
|---|---|
| ASN, RIR-Einträge und 24/7-Kontakt gemeldet | 1 |
| AS-SET und Prefix-Limits in PeeringDB gepflegt | 1 |
| ROAs für alle angekündigten Prefixe angelegt | 1 |
| Router-MAC im IXP Manager hinterlegt – als Wiederverkäufer eine je VLAN | 2 |
| Cross-Connect auf Basis der LOA beauftragt | 3 |
| Typgleicher Singlemode-Transceiver gesteckt | 4 |
| Autonegotiation aus, ungetaggte Übergabe | 4 |
| Sechs BGP-Sessions konfiguriert (3× IPv4, 3× IPv6) | 6 |
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