Anschluss & Transceiver
Unterstützte Transceiver
| Geschwindigkeit | Typ | Bauform | Wellenlänge | Reichweite | Stecker |
|---|---|---|---|---|---|
| 10G | 10GBASE-LR | SFP+ | 1310 nm | 10 km | LC duplex |
| 40G | 40GBASE-LR4 | QSFP+ | 1310 nm, CWDM 4×10G | 10 km | LC duplex |
| 100G | 100GBASE-CWDM4 | QSFP28 | 1310 nm, CWDM 4×25G | 2 km | LC duplex |
| 100GBASE-LR4 | QSFP28 | 1310 nm, LAN-WDM 4×25G | 10 km | LC duplex | |
| 100GBASE-LR1 | QSFP28 | 1310 nm, eine Wellenlänge | 10 km | LC duplex |
Alle unterstützten Typen nutzen LC duplex. Sie brauchen also in keinem Fall MPO/MTP-Verkabelung, auch nicht bei 40G oder 100G. Parallele Varianten wie 40GBASE-PLR4 oder 100GBASE-PSM4 setzen wir nicht ein.
Wellenlängen und Reichweiten sind die Werte der jeweiligen Norm beziehungsweise MSA. Was auf Ihrer konkreten Strecke ankommt, hängt an der Verkabelung im Rechenzentrum – im Zweifel fragen Sie uns vor der Bestellung.
Wer stellt welche Optik
Die Optik auf unserer Switch-Seite stellen wir. Sie bestellen und bestücken ausschließlich Ihre eigene Seite. Achten Sie darauf, einen typgleichen Transceiver einzusetzen – also dieselbe Zeile aus der Tabelle oben, die für Ihren Port vereinbart ist.
Bei 100G ist das besonders wichtig: CWDM4, LR4 und LR1 sind untereinander nicht kompatibel. Sie unterscheiden sich in der Anzahl der Wellenlängen und deren Lage. Ein LR4 gegen ein CWDM4 kommt nicht hoch, obwohl beide 100G, QSFP28 und LC duplex sind.
Port-Einstellungen
| Autonegotiation | aus, Geschwindigkeit und Duplex fest einstellen |
|---|---|
| LACP / Port-Channel | nur nach vorheriger Absprache – bitte vor dem Einrichten mit uns abstimmen |
| Übergabe | ungetaggt (untagged). Getaggte 802.1Q-Frames sind nur nach ausdrücklicher Vereinbarung zulässig – siehe AUP §1. |
| MTU | 1500 |
Was auf dem Port nicht laufen darf
Der Peering-Port ist ausschließlich für den Austausch von IP-Datenverkehr da. Die vollständigen Regeln stehen in der Acceptable Use Policy; das hier ist die Kurzfassung der Punkte, die erfahrungsgemäß übersehen werden.
| Regel | Bedeutung |
|---|---|
| MAC-Adressen | Beim eigenen Peering genau eine je physischem Port, bei LAG eine je Gruppe. Als Wiederverkäufer eine je zugeteiltem VLAN – mehrere je Port sind dort ausdrücklich vorgesehen. Alle sind uns zu melden und im IXP Manager zu hinterlegen; wir setzen Port Security ein (AUP §3 Absatz 1 und 5) |
| Nur Unicast | Kein IP-Multicast, kein Broadcast außer den nötigen ARP-Requests (AUP §2) |
| Nur drei Frame-Typen | 0x0800 IPv4, 0x0806 ARP, 0x86DD IPv6. Kein MPLS, kein PPPoE (AUP §1) |
| Kein Spanning Tree | Keine STP/RSTP/MSTP-BPDUs (AUP §2) |
| Keine Discovery-Protokolle | Kein CDP, LLDP, MNDP oder Vergleichbares (AUP §2) |
| Kein DHCP-Server, kein Proxy-ARP | Gratuitous ARP nur für die eigenen Adressen (AUP §2) |
| Keine Router Advertisements | NDP nur für die Ihnen zugewiesenen IPv6-Adressen (AUP §5) |
Und dann?
Steht der Port, geht es mit den BGP-Sessions weiter:
- Routeserver & RPKI – Adressen, Filterregeln, Communities
- Konfigurationsbeispiele – fertige Bausteine für gängige Router-Betriebssysteme
Fragen zur Bestückung? Support & Kontakt